Grafische Illustration eines grün gehaltenen Stadtplans mit sechs kreisförmigen Symbolen: Lupe, Überwachungskamera, Signal mit Richtungspfeil, Kreisverkehr mit Verkehrsachsen, Liniendiagramm und Balkendiagramm. Die Symbole stehen sinnbildlich für Verkehrsanalyse, Verkehrsmessung und Datenauswertung im Strassenverkehr.
  • Bundesamt für Strassen ASTRA/Schweizerische Vereinigung der Verkehrsingenieure und Verkehrsexperten SVI
  • Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften ZHAW, Departement Angewandte Psychologie BFH Burgdorf, Institut für Siedlungsentwicklung und Infrastruktur photrack AG

Alter­na­ti­ve Metho­den zur Messung loka­ler Verkehrssicherheit

Forschungs­pro­jekt SVI 2018/002

Bislang wird die loka­le Verkehrs­si­cher­heit in der Schweiz im Wesent­li­chen anhand des tatsäch­li­chen Unfall­ge­sche­hens beur­teilt. Statis­tisch betrach­tet kommen Unfall­ereig­nis­se in Rela­ti­on zum Verkehrs­auf­kom­men nur selten vor und deshalb liegt dieser Metho­de eine gewis­se Unschär­fe zugrun­de. Zusätz­lich kann die Analy­se erst im Nach­hin­ein erfol­gen und lässt nicht immer konkre­te Rück­schlüs­se auf die Defi­zi­te der Infra­struk­tur zu.

Um dem Ziel einer objek­ti­ven Bewer­tung der Sicher­heit von beispiels­wei­se einer Stras­se, Kreu­zung oder Querungs­stel­le näher zu kommen, wurde im Rahmen dieses Forschungs­pro­jek­tes nach Sicher­heits­in­di­ka­to­ren und Metho­den zu deren Messung recher­chiert. Schliess­lich wurde eine geeig­ne­te Metho­de defi­niert, welche anschlies­send in Feld­ver­su­chen an insge­samt acht Unter­su­chungs­or­ten mit unter­schied­li­chen Eigen­schaf­ten getes­tet wurde.

Die Mess­ergeb­nis­se der ange­wen­de­ten alter­na­ti­ven Metho­de – der auto­ma­ti­sier­ten Analy­se der Begeg­nun­gen von Verkehrs­teil­neh­men­den anhand von Video­auf­nah­men – wurden einer umfang­rei­chen Prüfung unter­zo­gen und den Resul­ta­ten der Begleit­un­ter­su­chun­gen sowie der Unfall­ana­ly­sen gegen­über­ge­stellt. Das metho­di­sche Vorge­hen ist im Schluss­be­richt eben­so doku­men­tiert wie die Möglich­kei­ten und Limi­ta­tio­nen der Metho­de sowie die aus den Erkennt­nis­sen der Feld­ver­su­che ableit­ba­ren Empfeh­lun­gen hinsicht­lich ihrer Anwendbarkeit.

Der Bericht ist unter dem folgen­den Link verfügbar:

https://www.mobilityplatform.ch/de/research-data-shop/product/1746

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Leistungen

Schematische Illustration einer Kreuzung zur Erklärung der Post Encroachment Time (PET): Fahrzeug A (blau) verlässt den mit Haifischzähnen markierten gemeinsamen räumlichen Bereich der Kreuzung, während Fahrzeug B (orange) sich diesem aus einer Querstrasse nähert. Ein gelbes Feld markiert den soeben verlassenen Konfliktbereich. Diagrammartige Darstellung zur Analyse von Verkehrsbegegnungen.
Sicher­heits­in­di­ka­tor PET, Zeit­punkt 0
Schematische Grafik zur Verkehrsmessung: Kreuzungsbereich mit Wartelinien und Fussgängerstreifen-Markierungen. Fahrzeug A (blau) nähert sich von oben auf der Vortrittsstrasse, Fahrzeug B (orange) erreicht von links kommend querend den gemeinsamen räumlichen Kreuzungsbereich, markiert mit gelbem Quadrat. Darstellung zur Post Encroachment Time (PET), Zeitpunkt 1. Bildautor Verkehrsteiner AG.
Sicher­heits­in­di­ka­tor PET, Zeit­punkt 1
Vogelperspektive einer mehrspurigen Strasse mit rot markiertem Radstreifen und Tramgleisen. Ein rotes und ein graues Auto sind mit farbigen Trajektorien und Geschwindigkeitswerten zur Verkehrsmessung markiert. Rechts zweigt eine Nebenstrasse ab, Verkehrsschilder regeln die Vorfahrt. Am Strassenrand stehen Vegetation und ein Wegweiser zu Ferrer Garden. Im Hintergrund weitere Fahrzeuge und Wohnbebauung.
Beispiel einer sicher­heits­re­le­van­ten PET-Begegnung